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Wissens­wertes

Wissenswertes über Stein, dessen Bearbeitung und Schriften.

Stein

Einteilung der Steinarten

Gesteine werden in den Geowissenschaften entsprechend ihrer Entstehung in magmatische, metamorphe und sedimentäre Gesteine eingeteilt, sowie entsprechend ihrem Verfestigungsgrad in Locker- und in Festgesteine.
Steinmetze, die Naturwerksteine verarbeiten, unterscheiden hinsichtlich des Einsatzes von Werkzeugen, Gerätschaften und Maschinen in Hartgestein und in Weichgestein. Es handelt sich um eine technische Unterscheidung. Beide Begriffe sind nicht wissenschaftlich begründet, sondern es ist eine Einteilung, die in der Steinverarbeitung üblich und sinnvoll ist. Trotzdem spielen technische Kennwerte, beispielsweise die Abriebfestigkeit von Gesteinen, je nach Verwendungszweck eine bedeutende Rolle.

Die Einteilung in Weich- oder Hartgestein folgt der Logik des Werkzeugeinsatzes und ist eine sinnvolle Einteilung, wie Werksteine manuell bearbeitet, maschinell gesägt oder geschliffen werden. Letztendliche Aussagen über die Gebrauchseigenschaften beziehungsweise späteren Einbau- und Verwendungsmöglichkeiten der Naturwerksteine kann man aus dieser Unterscheidung nicht immer ableiten, denn hierzu gehören profunde gesteinskundliche Kenntnisse. Beispielsweise kann das Weichgestein Dolomit säurebeständiger sein als das Hartgestein Basanit. Auch die Wasseraufnahme oder Festigkeit kann dadurch letztendlich nicht abgeleitet werden.

Weichgesteine

  • Marmore
  • Kalksteine und Dolomite, Travertine und sogenannte Onyx-Marmore
  • Alabaster
  • Sandsteine (z. B.: Ruhrsandstein, Ibbenbürener, Velpker, Grauwacken, Arkosen)
  • Vulkanite (außer Rhyolithe, Lamprophyre, Harttuffe )
  • Serpentinite
  • Tonschiefer
  • u.v.m.

Hartgesteine

  • Gabbros
  • Granite
  • Diorite
  • Syenite
  • Lamprophyre
  • Gneise
  • Glimmerschiefer
  • Basalte
  • Quarzite
  • Diabase
  • u.v.m.

Bearbeitung von Natursteinoberflächen

Die Bearbeitung von Natursteinoberflächen kann mit Maschinen, Gerätschaften oder mit Handwerkzeugen erfolgen. Das Aussehen von Naturstein hängt nicht nur vom Material und von der Form ab, sondern vor allen Dingen von der Oberflächenbearbeitung.

Steinflächen verändern und entwickeln sich im historischen Verlauf. Während erste Steinoberflächen durch Menschen mit anderen Steinen bearbeitet wurden, werden sie heute auf industriellen Fertigungsstraßen mit diamantbesetzten Werkzeugen bearbeitet, aber auch immer noch mit Handwerkzeugen und historischen Techniken. Die Veränderung der Werksteinbearbeitung reicht aus vorgeschichtlicher bis in die heutige Zeit. Anhand der Werkzeugspuren können Arbeitsvorgänge und historische Einordnungen vorgenommen werden. Die Vielfalt der Steinoberflächen hat heute eine große Bandbreite. Die Auswahl der Steinoberfläche wird durch unterschiedliche Anforderungen der Nutzer bestimmt.

Schrift

Die gebräuchlichsten Schriften

Inschrift der Trajanssäule

Capitalis monumentalis

Die Capitalis monumentalis ist eine römische Monumentalschrift aus der Antike. Sie wird auch nach ihrem primären Beschreibstoff als Lapidarschrift (von lat. lapis „Stein“) bezeichnet und ist eine reine Majuskelschrift, die sich zunächst bei der Gestaltung von Inschriften entwickelt hat.
Die Capitalis monumentalis kennt nur Großbuchstaben und weder Wortabstände noch Silbentrennung. Zur Worttrennung werden in der Regel kleine Trennpunkte eingesetzt.
Das wahrscheinlich bekannteste noch erhaltene Beispiel dieser Schrift, die besonders während der Renaissance als nachahmenswert empfunden wurde, stellt die Inschrift der Trajanssäule aus dem 2. Jahrhundert dar. Carol Twombly ließ sich von der Capitalis monumentalis zu ihrer Schriftart Adobe Trajan inspirieren.

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Gebrochene Schriften

Die gebrochenen Schriften sind ein tief verwurzelter Bestandteil europäischer Schriftkultur seit Mitte des 12.Jahrhunderts, verloren aber im Laufe des 19. Jahrhunderts an Bedeutung. Nur in Deutschland blieben gebrochene Schriften bis weit ins 20. Jahrhundert populär. An deutschsprachigen Schulen lernten alle Schüler gebrochene Schriften lesen und schreiben.
Wegen der geringen Nachfrage nach gebrochenen Schriften und den hohen Materialkosten für Bleilettern hatten Ende der 1980er nur noch wenige Druckereien Restbestände an gebrochenen Lettern. Die Situation änderte sich jedoch mit der Entwicklung des Computersatzes. Kommerzielle Schrifthäuser und freie Typographen digitalisierten nun auch gebrochene Schriften. Heute ist eine Vielzahl hochwertiger Schriften für jeden Computerbenutzer erhältlich. In der Folge entdeckt heute eine neue Generation von Typographen diese jahrhundertealten Schriftfamilien wieder, und zwar nicht aus ideologischen Gründen, sondern vielmehr aus Interesse an den ästhetischen und handwerklichen Qualitäten der gebrochenen Schriften.

Quelle: Wikipedia

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